Was tun gegen Waschmittelflecken?

Was tun gegen Waschmittelflecken?

Frisch gewaschen und wohlriechend kommt die Wäsche aus der Waschmaschine. Anschließend werden die Kleidungsberge entweder direkt in den Trockner verfrachtet oder aufgehängt. Eine genaue Inspektion der Wäsche folgt meist nicht. Aus diesem Grund und, weil man Waschmittelflecken meist erst sieht, wenn die Wäsche trocken ist oder gebügelt werden soll, haben wir hier ein paar hilfreiche Methoden zusammengestellt, die Waschmittelflecken den Kampf ansagen.

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Abbildung 1: Waschen. Trocknen. Fertig. Schön wär’s! Manchmal bleiben (vor allem auf dunkler Kleidung) hässliche Waschmittelflecken zurück. Woran das liegt und wie sie zu entfernen sind, verrät dieser Ratgeber.


Warum entstehen Waschmittelflecken?

Warum urplötzlich weiße Schlieren, sogenannte Waschmittelflecken, meist auf schwarzer Wäsche sichtbar werden, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Meist hängt das Problem unmittelbar mit dem Waschpulver zusammen, sprich: Das Waschmittelpulver hat sich nicht richtig aufgelöst. Das kann an der Gradzahl des Wassers, einer veränderten Wasserbeschaffenheit (z.B. in punkto Härte) oder auch an der Füllung der Waschtrommel liegen. Auch eine Überdosierung des Waschmittelpulvers kann dazu führen, dass sich das Mittel nicht komplett löst und dann weiße Schlieren hinterlässt. Welche Wasch-Gradzahl empfohlen wird, hat das Umweltbundesamt hier zusammengefasst.

Welche Lösungen gibt es?

Direkt auf ein flüssiges Waschmittel umzusteigen, muss nicht die Patentlösung sein. Die umweltfreundlichere Lösung ist meist Waschpulver. Wichtig ist in jedem Fall, die Menge an Waschmittel genau zu dosieren. Hier gilt nicht das Prinzip „viel hilft viel“. Wer also mit extremen Verschmutzungen zu kämpfen hat, sollte nicht mehr Waschpulver benutzen, sondern sich Gedanken über eine Vorreinigung machen. Für den Fall, dass Edding-Flecken das Problem darstellen, helfen die Tipps dieses Ratgebers. Auch für das Sauberhalten und die Reinigung von weißen Stoffschuhen gibt es hier ganz spezielle Hinweise.

Eine Überdosierung der Waschmaschine kostet nicht nur mehr Geld als eine reguläre Waschung, weil mehr Waschmittel verbraucht wird. Auch der Wasserverbrauch steigt, denn um den Schaum auszuspülen, braucht es deutlich mehr Wasser. Im schlimmsten Fall kann es aufgrund einer Überdosierung des Wassers zur Reibung in der Waschmaschine kommen, was die Maschine dauerhaft schädigt. Da auch die Härte des Wassers Auswirkungen auf das Waschverhalten und die Dosierungsmenge hat, ist es wichtig, die Wasserhärte am Wohnort zu wissen. Bei weichem Wasser beispielsweise braucht es weniger Waschmittel als in Regionen mit hartem Wasser. Die Verbraucherzentrale nennt diese Richtwerte: „Bei 0 bis 7 Grad deutscher Härte (dH) Härtebereich I (0 bis 1,3 Millimol Calciumoxid pro Liter) spricht man von ‚weichem‘ Wasser. Bei 14 bis 21 Grad dH –Härtebereich III (2,5 bis 3,8 mmol CaO/l) spricht man von ‚hartem‘ Wasser.“ Über die Wasserhärte vor Ort gibt der Wasserversorger Auskunft.

Die perfekte Füllmenge an Wäsche, die in die Waschmaschinentrommel darf, kann ebenfalls eine Stellschraube sein, die in Zusammenhang mit Waschmittelflecken steht. Ist die Trommel zu voll, so kann sich die Wäsche darin nicht mehr drehen. Das Waschpulver kann sich nicht auflösen und verteilen, sondern wird regelrecht in die Fasern der Wäsche gedrückt. Das Resultat: Waschmittelflecken. Um diese Problematik zu umschiffen, sollte bei der Anschaffung einer Waschmaschine das Volumen beachtet werden. Frontlader gibt es heute mit einer möglichen Zuladung von fünf bis zehn Kilogramm. Entsprechend viel kann oder wenig darf auch in die Trommel. Zudem helfen diese Sensoren dabei, bei der Bedienung der Maschine keinen Fehler zu machen:

  • Die Mengenautomatik sorgt für eine optimale Anpassung der Wassermenge – je nachdem wie viel zugeladen wurde und, welche Wäsche gerade in der Waschmaschine ist.
  • Der Beladungssensor schützt davor, die Maschine zu voll zu machen und beugt damit auch Waschmittelflecken vor. So lässt sich auch die Dosierungsempfehlung des Waschmittelherstellers besser umsetzen. Ohne Sensor gilt diese Regel: Eine Hand muss bequem und ohne die Wäsche zusammenzudrücken in der Maschine platzen haben. Dann wird auch die Wäsche noch problemlos sauber, da die Trommel sich gut drehen kann.

Weitere technische Details, die bei der Anschaffung einer neuen Waschmaschine relevant sind, sind Thema in diesem Produktvergleich.

Was hilft gegen Waschmittelflecken?

Um der Entstehung von Waschmittelflecken direkt im Vorfeld vorzubeugen oder sie nach Entstehen wieder wegzubekommen, gibt es diese einfachen Kniffe, Tipps und Tricks:

  • Wer das Waschmittelpulver mit etwas Wasser anrührt, bevor es in die Pulverkammer der Waschmaschine kommt, schlägt buchstäblich zwei Fliegen mit einer Klappe: Das Waschmittelpulver löst sich so bereits früher auf und schlägt sich nicht mehr auf der Kleidung nieder. Zudem verklumpt das Pulver nicht mehr in der Pulverkammer.
  • Je nach Intensität der Waschmittelflecken lassen sich diese relativ schnell wieder loswerden. Einige verschwinden bereits beim kräftigen Ausklopfen. Letztlich ist es ja Pulver, das in den Fasern hängt. Wenn das nicht hilft, kann sanftes Ausbürsten funktionieren. Ausklopfen und Ausbürsten funktioniert nur, wenn es sich um oberflächliche Flecken handelt. Achtung: Um zu klopfen oder zu bürsten, ist es wichtig, dass das Kleidungsstück trocken ist. In nassem Zustand wird das Waschmittel nur stärker in die Kleidung gebürstet.
  • In anderen Fällen hilft der Griff zum Frotteehandtuch. Etwas anfeuchten und auf den Fleck geben. So können die Waschmittelflecken schnell weggetupft werden.

 

Abbildung 1: pixabay.com © mpkino (CC0 Public Domain)