Was tun gegen trockene Augen?

Ein juckendes, brennendes Auge führt dazu, dass man sich ständig die Augen reibt – man kann es einfach nicht lassen. Plötzlich kratzt es und man würde am liebsten das Auge blutig reiben, doch das wird keine Linderung bringen. Ganz im Gegenteil: Wenn man sein Auge reibt, rötet es sich, wodurch es sich nur noch trockener anfühlt. Durch die Modernisierung ist das Leiden der trockenen Augen zu einer Volkskrankheit geworden, fast jeder fünfte Mensch leidet mehr oder weniger darunter. Der Grund dafür sind Smartphones und Computer. Doch auch andere Faktoren wie Umweltreize oder das Tragen von Kontaktlinsen führen zu trockenen Augen. Meistens verschwinden die Beschwerden von alleine wieder – lassen sich aber auch einfach durch Tränenersatzmittel, in Form von Gel oder Augentropfen lindern. Wir haben Ihnen zu diesem Thema die wichtigsten Informationen und Hilfsmittel heraus gesucht.

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Woran erkennt man trockene Augen: Ursachen


Ein Fünftel aller Menschen leiden unter dem Gefühl von trockenen Augen. Zu Erkennen ob man darunter leidet ist nicht schwer zu beurteilen, denn betroffene verspüren ein Trockenheitsgefühl in den Augen, welches meistens von einem Brennen begleitet wird. Weitere Symptome eines trockenen Auges sind unter anderem ein Druckgefühl in den Augen, Lichtempfindlichkeit, Sandkorngefühl und ein Haften der Lider auf dem Augapfel bei einem Wimpernschlag. Einige Patienten haben auch Beschwerden wegen zu hohem Tränenfluss, besonders wenn sie sich im Freien aufhalten und noch ein leichter Zugwind herrscht. Die Ursachen für trockene Augen sind sehr, sehr vielfältig, aber bei einem Großteil der Menschen nicht schwerwiegend und kein Grund zur Panik. Da aber die verschiedensten Erkrankungen immer noch eine Ursache sein können, sollte man bei Beschwerden welche über einen langen Zeitraum anhalten, einen Arzt aufsuchen. Verschiedene Erkrankungen können sein: Vitamin- A Mangel, Nervenschädigung, Bindehautnarben, Erkennung der Talgdrüsen am Lidrand, Sjörgen Syndrom und eine Nervenlähmung in einem bestimmten Bereich.


Die Umwelt spielt eine Rolle

Des weiteren sind Umweltfaktoren auch Ursachen für trockene Augen wie klimatische Einflüsse, eine bestimmte Umweltbelastung (Ozon, Stäube, Rauch), trockene Luft. Daneben werden trockene Augen auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen wie zum Beispiel, die Anti- Babypille oder Schmerztabletten.

Eine andere aber eine sehr verbreitete Ursache ist Bildschirmarbeit, das heißt die dauerhafte Arbeit am Computer, wodurch sich die Lidschlagfrequenz verringert und das Auge nicht mehr ausreichend mit Tränenflüssigkeit versorgt wird. Es wird geraten, bei dauerhafter Arbeit am Computer, darauf zu achten regelmäßig und viel zu Plinseln.

Was hilft gegen trockene Augen mit Kontaktlinsen?

Kontaktlinsenträger werden das Phänomen kennen und besonders bei einem Büroalltag und im Winter Probleme damit haben. Die Kontaktlinsen ziehen nämlich manchmal dem Auge die Tränenflüssigkeit um ihre Form beizubehalten. Sie trocknen aber so die Augen aus. Wichtig ist es zunächst das richtige Kontaktlinsen-Material zu wählen, neben Silikon- Hydrogel- Kontaktlinsen gibt es auch Hydrogel- Kontaktlinsen, welche dem Auge sehr stark die Flüssigkeit entziehen können, deshalb empfehlen Ärzte die Hydrogel- Kontaktlinsen. Manche Silikon- Hydrogel- Kontaktlinsen sind als Tag- und Nacht-Linsen gekennzeichnet und können 30 Tage durchgängig getragen werden, ohne gepflegt zu werden. Wer jedoch häufiger an trockenen Augen leidet sollte die Kontaktlinsen über Nacht nicht tragen.

Hausmittel gegen trockene Augen

  • Schlafen: Jeden Tag mindestens sieben bis acht Stunden schlafen, damit sich die Augen in dieser Zeit regenerieren können.
  • Nah- Fernwechsel: Schnelle Nah- Fernwechsel vermeiden.
  • Zugluft: Zugluft vermeiden und Augen nicht einer Klimaanlage aussetzen.
  • Trinken: Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig. Trinken Sie 1- 2 Liter am Tag.
  • Wasser: Man kann die Augen durchaus auch mit Wasser befeuchten, sofern sie trocken sind und man keine besseren Mittel hat.
  • Rauch: Von Grill- und Zigarettenrauch fern halten um ihn nicht ins Auge zu lassen.
  • Gurken: Jeden Tag für 10 Minuten frische Gurkenscheiben auf die geschlossenen Augen legen.
  • PC verlassen: Regelmäßig den Blick in die Ferne suchen um die Augen zu entspannen, viel Plinseln oder gar den PC einfach mal auslassen.
  • Heizung: Trockene Heizungsluft ist bei Anfälligen, durch einen Luftbefeuchter oder nasse Handtücher über der Heizung zu vermeiden.
  • Massage: Schläfen und Stirn mit Pfefferminzöl oder Melissengeist massieren.

Natürlich gibt es auch Medikamente oder künstliche Tränenflüssigkeit, welche aber nur im Notfall oder mit ärztlicher Absprache benutzt werden sollen.

Halten die Probleme über einen sehr langen Zeitraum an und man ist sich über die Ursachen nicht klar, ist der Besuch beim Arzt ein muss.

Was tun gegen trockene Augen in der Schwangerschaft?

Die Schwangerschaft verändert oder beeinträchtigt fast alle Organe des Körpers, so auch die Augen. Diese sind bei vielen Schwangeren sehr trocken und die Schwangeren klagen.

Meist reicht es schon die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, Qualm- und Zugluft zu meiden und häufiger ins Freie zu gehen. Künstliche Tränen sind eine Alternative für Frauen in der Schwangerschaft, ebenso wie Gels oder Cremes welche länger wirken. In der Schwangerschaft sehen manche Frauen schlechter, was an Wassereinlagerungen im Körper liegt, wodurch die Hornhaut dicker wird und man letztendlich schlechter sieht. Nach der Schwangerschaft verschwindet dieses eingedämmte Seevermögen wieder.

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