Was tun gegen Schlaflosigkeit

Ein ausgeruhter Schlaf ist Voraussetzung für einen produktiven Tag. Nur wer ausgeschlafen und konzentriert ist, der kann den Alltag bestmöglich meistern. Jeder Mensch schläft unterschiedlich. Es gibt Seitenschläfer, Bauchschläfer und Rückenschläfer. Zudem Kombinationen dieser Schlafgewohnheiten. Dies hängt aber zumeist von den eigenen Vorlieben ab. Während der eine sich auf der Bauchposition besonders wohl fühlt, kann es sein, dass der andere so überhaupt keinen Schlaf findet. Einige Menschen schwören zudem darauf, dass sie in einer Vollmondnacht nicht schlafen können und deshalb stundenlang wach im Bett liegen. Auch Krankheit oder Nachdenklichkeit können Ursache für zu wenig Schlaf sein. Um chronische Müdigkeit zu vermeiden sollte man jedoch möglichst durchschlafen können. In diesem Artikel möchten wir euch ein paar Tipps geben, die euch dabei helfen sollen gegen die Schlaflosigkeit vorzugehen.

Wie entstehen Schlafstörungen?


Häufig sind Ursachen für Schlafstörungen psychischer Natur. Menschen, die viel grübeln oder unter einer Depression leiden haben häufig Probleme damit einzuschlafen. Auch andauernder Stress, aufregende Erlebnisse oder eine schlichte Erkältung können uns wachhalten. Der Schlaf besteht dabei aus verschiedenen Phasen. Grundsätzlich gibt es zwei Schlafformen: den Non-REM Schlaf und den REM-Schlaf. Die REM-Phasen sind die Phasen, in denen wir am meisten träumen. Je fortgeschrittener der Schlaf also ist, desto länger werden die REM-Phasen. Die Einschlafphase ist im Prinzip ein Halbschlaf. Danach vergehen drei weitere Phasen bis man den Tiefschlaf erreicht. Demnach kann es insbesondere in den ersten Phasen zu einer Störung kommen – das Einschlafen ist gefährdet. Träume dienen dazu erlebtes in gewisser Weise zu verarbeiten, auch deshalb fühlt man sich unausgeglichen, wenn man nur wenig schläft.


Was tun, wenn man nicht schlafen kann?

schlaflosUnruhige Nächte und zu frühes Aufstehen haben zumeist mit der psychischen Verfassung zu tun. Hierbei muss nicht zwingend eine psychische Erkrankung vorliegen. Hat man während des Tages, erlebtes noch nicht vollständig verarbeitet, so kommt es durchaus vor – gerade wenn man noch nicht so müde ist, wenn man sich ins Bett legt, dass unser Gehirn jetzt erst richtig loslegt und mit dem Denken beginnt. An dieser Stelle ist es hilfreich sich einmal nur auf die Atmung zu konzentrieren. Gerade, wenn dies zu häufig vorkommt kann auch Meditation helfen. Wichtig ist es die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und nicht ständig in die Gedankenverläufe einzusteigen. Sondern die Gedanken wie Wolken vorbeiziehen zu lassen, ohne sie ständig begutachten zu wollen. Wer es schafft aus diesen Gedankenverläufen herauszukommen, der schafft es deutlich einfacher einzuschlafen.

Auch schlechte Ernährung kann zu einer ungesunden Schlafhygiene führen. Abends schwer zu essen erleichtert das Einschlafverhalten nicht. Wichtig ist es zu verstehen, dass Körper und Seele Hand in Hand gehen. So können auch die Gründe sehr komplex sein. Abends Alkohol zu trinken ist genauso wenig sinnvoll, da dies den Schlaf beeinträchtigt. Auch die eigenen Schlafgewohnheiten sollte man ins Auge fassen. Wer nachts spät ins Bett geht, dafür am nächsten Tag ein Mittagsschläfchen macht, der hat in der darauf folgenden Nacht häufig Einschlafprobleme. Man sollte auch deshalb möglichst keine Koffeinhaltigen Getränke wie Kaffee oder Cola zu sich nehmen. Überlegen Sie sich auch, ob es sich möglicherweise an dieser Stelle lohnt mit dem Rauchen aufzuhören, denn auch dies macht unruhig.

Mit der wichtigste Tipp: Bewegen Sie sich und treiben Sie Sport, denn so bleibt der Kreislauf in Schwung und Körper/Geist ermüden schneller. Abends sollte man allerdings keinen allzu anstrengenden Sport mehr treiben – dann lieber ein entspannender Spaziergang. Schaffen Sie ein Schlafzimmer, in dem Sie sich wohl fühlen und verwenden Sie es nur zum Schlafen. Tagsüber sollte man dort nicht seine Zeit verbringen. Belüften Sie es gut und halten Sie die Temperatur nicht über 18 Grad. Achten Sie auf eine gute Matratze.

Schlafstörungen in der Schwangerschaft

Besonders in der Anfangszeit sorgen Schwangerschaftshormone nicht selten dafür, dass der Schlaf gestört wird. Zudem sollte man bedenken, dass der Bauchumfang nach und nach wächst. Demnach verändert sich hier die natürliche Schlafposition. Bauchschläfer haben hier wohl die größten Probleme. Die Schwangerschaftshormone sorgen bekannterweise häufig dafür, dass die werdende Mutter mittags müder und abends wacher ist. Zudem sorgen häufiger Harndrang für einen deutlich gestörteren Schlaf. Außerdem steigt in den letzten Schwangerschaftswochen die körperliche Belastung. Um hier besser einschlafen zu können kann Akupunktur und Homöopathie (z.B Coffea D12) herangezogen werden. Entspannung ist zudem ein wichtiges Stichwort. Progressive Muskelentspannung beispielsweise kann hier schlaffördernd wirken. Das Video unten zeigt, wie es funktioniert. Auch die folgenden Hausmittel.

Gute Hausmittel gegen Schlaflosigkeit

  • Warme Milch mit Honig: Warme Milch mit Honig gehört zu den Klassikern im Bereich der Hausmittel bei Schlaflosigkeit. Sie wirkt beruhigend und entspannend. Trinken Sie 1-2 Tassen lauwarme Milch mit einem Teelöffel Honig vor dem Zubettgehen.
  • Schlaftee: Bei Schlafstörungen und Schlafproblemen kann auch eine Teemischung hilfreich sein. Baldrianwurzel, Melissenblätter und Hopfen beispielswesie werden häufig in der Mischung angeboten und haben sich als wirkungsvoll gezeigt. In vielen Drogerien oder im Internet kann man diese natürlichen Einschlaftees kaufen.
  • Keine Schlaftabletten: Von einer regelmäßigen Einnahme von Schlaftabletten oder Alkohol sollte man absehen. Nicht zuletzt, weil sie süchtig machen.
  • Entspannugsbad: Nehmen Sie ein entspannendes Bad, wahlweise mit einem guten Badeöl.
  • Rosenöl: Ein Wattebausch mit ein paar Tropfen Rosenöl neben dem Kopfkissen soll das Einschlafen erleichtern.
  • Buch lesen: Lesen Sie im Bett abends noch ein paar Seiten aus einem interessanten Buch, dies macht müde.
  • Schafe zählen: Zählen Sie Schafe. Das monotone Zählen ermüdet den Geist.