Was tun gegen Piercing Narben?

Piercingnarben sind auf dem Körper nicht schön anzusehen. Egal, ob am Bauchnabel, Rücken oder auf dem Arm. Doch man kann sie weitestgehend entfernen. Oft ist es so, dass man die Einstichstelle noch ziemlich gut sieht. Piercings sind auch heute noch angesagt, doch manchmal will man sie einfach raushaben. Was dann zurückbleibt kratzt bei vielen Männern und Frauen am Selbstbewusstsein. Man möchte sich nicht mehr gerne nackt zeigen und fühlt sich in seiner Haut unwohl. Doch nicht immer muss man hier gleich an eine Operation denken. Es gibt durchaus Methoden, die man ausprobieren kann, um etwas gegen Piercing Narben zu tun. Auch, wenn man die Schmerzen beim Stechen in Kauf nimmt, so muss man noch lange nicht den seelischen Schmerz danach in Kauf nehmen.

Wie entstehen Piercing Narben?


Die Haut besteht aus insgesamt 3 Schichten. Sie besteht aus der Epidermis (Oberhaut), der Lederhaut und der Unterhaut. Narben entstehen zumeist dann, wenn infolge von Unfällen nicht nur die Oberhaut, sondern auch die darunter liegenden Hautschichten verletzt werden. Der menschliche Körper hat nicht die Möglichkeit das zerstörte Gewebe in gleicher Manier zu erneuern. Neues Gewebe ist in der Regel deutlich weniger elastisch, zudem ist die Funktion eingeschränkt. Es sind keine Haare und Schweißdrüsen vorhanden und so weiter. Die Haut macht oftmals noch einen dunkleren oder helleren Eindruck als im ursprünglichen Zustand. Manchmal verursachen Narben auch durch die Spannung Bewegungseinschränkungen.


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Piercingnarben vermeiden

Man kann das Loch ohne Narbe zuwachsen lassen. Insbesondere bei größeren Wunden ist es fast unmöglich eine Narbenbildung zu verhindern. Bereits Basispflaster zu benutzen führt zu Wundschorf, welcher in einer Narbe mündet. Es gibt jedoch spezielle Pflaster, die eine bessere Heilung ermöglichen. Diese speziellen Narbenpflaster nutzen moderne Erkenntnisse über die Wundheilung und sollen so ermöglichen beim Abheilen der Piercingnarben deutlich weniger auffallend zu wirken.

Meist basieren sie auf dem Prinzip der feuchten Wundheilung. Eine feuchte Wundheilung ist deutlich besser, als das Heilen an der trockenen Luft, da so kein Wundschorf gebildet wird. Dies verringert demnach die Narbenbildung. Die Pflaster sollten allerdings hautfreundlich sein. Dennoch kann man auch mit derartigen Pflastern Narben nicht hundertprozentig zu verhindern. Durch das feuchte Heilen wird allerdings der Zellwacshtum und die Zellmigration gefördert. So wird zudem die Bildung neuen Gewebes optimiert. Die Hersteller Venkman und Hansaplast bieten derartige Narbenpflaster an.

Die Narbenbehandlung beginnt man am besten 4-6 Wochen nach Heilung der Wunde. Im Folgenden hierzu einige Tipps.

Piercingnarben entfernen – Bauchnabel und Co

  • Dermabrasion oder Peeling: Eine Dermabrasion als Peeling wird gerne von professionellen Kosmetikerinnen eingesetzt, um die Narbe weniger auffällig zu machen. Man kann sie unter Umständen auf diese Weise sogar fast ganz entfernen – je nach Erfolg. Sie funktioniert, indem eine dünne Hautschicht abgeschleift wird. Anschließend werden Pflegemittel eingesetzt, um die Piercing Narbe zu pflegen. Man bedenke hierbei jedoch, dass durchaus Rötungen und Entzündungen der Haut auftreten können, da diese Methode nicht unbedingt sanft ist. Narben werden nur langsam entfernt, es besteht aber eine gute Chance, dass nach einer Zeit bei fachmännischer Durchführung so gut wie nichts mehr zu sehen ist.
  • Narbenroller: Narbenroller dienen dazu die Narbenheilung zu optimieren und die Narbe weniger auffällig zu machen. Ganz wird sie dadurch
  • jedoch nicht entfernt. Der Roller kann bei Akne-Narben, Piercing Narben und anderen eingesetzt werden. Relativ bekannt ist hier das Produkt von Bepanthen, welches laut diverser Nutzer auch gute Ergebnisse bringen kann. Generell soll die Narbenstruktur verbessert werden, indem die Kollagenfasern abgebaut werden, die zu der Bildung von Narben führen. Durch das Massieren wird die Narbe zudem glatter und unauffälliger. Das Dexpanthenol bindet Wasser in der Haut und verbessert so die Narbenheilung. Ein Versuch ist es allemale Wert.
  • Narbencreme: Alternativ zum Roller gibt es auch Narbencremes, die man einsetzen kann. Mithilfe derer wird durch das Einschmieren das Gewebe aufgeweicht. Häufige Bestandteile derartiger Cremes sind Allantoin beziehungsweise Silikon und Heparin. Der Erfolg hält sich mit den Narbencremes allerdings auch bei Piercing Narben in Grenzen.
  • Laser: Die Narbe entfernen kann man oftmals vollständig durch eine Operation oder Lasertherapie als letzten Ausweg. Bei einem Laser zielt man darauf ab, dass eine Schorfschicht später vom Körper selbst abgebaut wird. Bei sehr großen Narben wäre es denkbar die Narbe herausoperieren zu lassen, damit sie wieder frisch abheilen kann.

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