Was tun gegen offene Wunden?

Eine offene Wunde kann schnell auftreten. Eine unachtsame Bewegung mit dem Messer, ein Sturz in eine Glasscherbe und die Folge ist eine offene Wunde. Dabei ist eine offene Wunde nicht nur ein klaffender Schnitt aus dem eine große Menge an Blut fließt, sondern auch eine kleine Verletzung, die mit einem Pflaster behandelt werden könnte. Auch eine Hautabschürfung kann als offene Wunde eingestuft werden.

Grundsätzlich gilt, eine offene Wunde ist eine Wunde, die mindestens eine Hautabschürfung aufweist. In der Regel werden kleine Wunden Zuhause behandelt, aber bei größeren Verletzungen wird ein Arzt aufgesucht, der zuerst die Wunde reinigt und anschließend behandelt. Grundsätzlich gilt, dass jede offene Wunde zuerst gesäubert und schließlich behandelt werden muss, egal wie groß die Wunde ist.

Das Heilen von Wunden

Nach dem Auftreten einer Wunde muss zuerst die Blutung gestoppt werden. Gerade bei einer größeren Wunde kann das mitunter recht kompliziert sein. Idealerweise bietet sich ein Tuch an, das nicht nur steril, sondern auch in heißem Wasser getränkt sein sollte. Das heiße Tuch auf die Wunde legen und einfach liegen lassen.

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Bei einer kleinen Verletzung reicht es auf, die offene Wunde unter laufendes Wasser zu halten. Dabei reicht kaltes Wasser vollkommen aus. Der Schmutz wird durch das laufende Wasser ausgespült und zurück bleibt eine saubere Wunde.

Anschließend muss die Wunde behandelt werden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Auch im Haushalt befinden sich Hilfsmittel, die für die Behandlung von offenen Wunden geeignet sind.
Bei jeder Behandlung der offenen Wunde müssen vorab die Hände gut desinfiziert werden. Dazu bieten sich die Desinfektionsmittel aus den Drogerien oder Apotheken an. Im Haushalt findet sich mit Sicherheit noch Alkohol, der mindestens 40% hat. Auch er kann zur Desinfektion dienen.

Hausmittel bei offenen Wunden

Neun Esslöffel Honig – insbesondere sogenannter Manuka Honig (siehe Link) werden mit einem Esslöffel Meerrettich vermischt und auf die offene Wunde verteilt.

Zum Desinfizieren muss nicht unbedingt Deinfektionsmittel aus der Apotheke verwendet werden. Es hilft auch ein Schnaps. Allerdings sollte es ein weißer Schnaps sein, der mindestens 40% Alkohol beinhaltet.

Für eine zusätzliche antibakterielle Wirkung bieten sich Umschläge an, die aus Honig gemacht werden. In den meisten Haushalten gehört Honig zur Grundausstattung. Ideal ist ein naturbelassener Honig. Honig, der erhitzt oder anderweitig behandelt wurde, verliert die antibakterielle Wirkung und sollte nicht verwendet werden. Den naturbelassenen Honig auf ein steriles Tuch schmieren und anschließend auf die Wunde legen.

  • Kleine Wunden können mit Schwedenbitter oder Zahnpasta behandelt werden.
  • Unparfümierte Aloe Vera ist perfekt um Spannungen bei Schürfwunden zu verhindern.
  • Bei größeren Wunden bietet sich das bekannte Teebaumöl an.

Dazu sollte der Verband mit Teebaumöl beträufelt werden. Das Teebaumöl kann auch mit einer Wundsalbe vermischt und anschließend aufgetragen werden.

Wirsingblätter  bei offenen Wunden

Wirsingblätter sind ebenfalls eine gute Möglichkeit zur Wundenbehandlung. Die einzelnen Wirsingblätter müssen gequetscht werden bis der Saft austritt. Der Saft sollte leicht erhitzt werden. Dazu bietet sich ein Wasserdampfbad an. Nach dem Erhitzen wird der Saft zum Tränken bereitgestellt. Ein steriles Tuch wird damit getränkt und auf die Wunde gelegt. Für eine optimale Wirkung muss der Vorgang 2x am Tag wiederholt werden.

Vollkornbrot sollte in Wasser aufgelöst werden. Anschließend wird es zerkaut oder zerdrückt, bis ein Brei entstanden ist. Dazu werden kleinhgewürfelte Zwiebeln gegeben. Diese Mischung wird auf die Wunde gelegt.
Die Wunde kann aber auch mit Johanniskrautöl behandelt werden. Dazu das Johanniskrautl auf ein steriles Tuch tropfen und sofort auf die Wunde legen.

Nach der Behandlung

Gerade bei einer offenen Wunde können am Ende Narben zurückbleiben. Aber auch hier gibt es einige Mittelchen, die helfen können.

Ringelblumensalbe:

Ringelblumensalbe ist ideal, um die Förderung der Heilung zu unterstützen und die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Johanniskrautöl:

Nachdem die offene Wunde verschlossen ist bietet sich Johanniskrautöl an, damit die Narbenbildung beeinflusst wird. Mehrfach am Tag sollten ein paar Tropfen des Öls auf die verheilte Wunde gerieben werden. Die Narbe wird deutlich kleiner und ist am Ende kaum mehr zu sehen.

Kamille:

Für eine weichere Haut und zur Heilungsförderung bietet sich zudem eine Kamillentinktur an. Es kann auch verdünnter Kamillentee verwendet werden. Dazu einfach ein Beutel Kamillentee wie gewohnt mit heißem Wasser aufgießen und ziehen lassen. Nachdem der Beutel entfernt wurde, ein wenig Wasser aufgießen, gut vermischen und anschließend verwenden.