Was tun gegen Gischt / Gicht?

Gischt und Gicht sind sprachlich gesehen kaum auseinander zu halten und werden deshalb oft verwechselt, wobei die meisten Menschen, wenn sie Gischt oder Gicht hören, an die Krankheit denken. Meist suchen so viele verzweifelt nach der variante mit „S“, wenn sie Probleme haben oder sich informieren möchten. Doch auf diese Weise stoßen sie nicht auf die gewünschte Information, sondern lernen die Gischt kennen, welche ein weißes Gemisch aus Wasser und Luft ist. Dagegen gibt es keine wirksamen Mittel und diese sucht man wahrscheinlich auch nicht. Doch beim eigentlichen Problem – der Gicht handelt es sich um eine Purin- Stoffwechselerkrankung, welche in Schüben verläuft, entstehend durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut. Diese Säure kristallisiert und lagert sich ab, wodurch dauerhafte Schäden an Nieren und Gelenken entstehen können. Doch behandelt man die Gicht frühzeitig mit einer Therapie und stellt den Lebensstil um, so hat man eine günstige Prognose. Unbehandelt verschlimmert sich das Problem womöglich. Bei einem Gichtanfall kann man nicht viel tun. Die betroffenen Stellen kühlen und einen Leinsamen-Tee trinken wird empfohlen. Es gibt kaum Hausmittel oder gar Übungen gegen die Krankheit, meistens helfen nur Medikamente und Therapien. Hilfreich ist es jedoch die schmerzenden Gelenke vorübergehend still zu stellen.

Verwechslungsgefahr: Was ist Gischt?

Gischt ist ein Wasser-Luft Gemisch, welches aussieht wie Schaum. Sichtbar ist es zum Beispiel hinter Schiffen. Das Phänomen, welches in seiner Aussprache oft mit Gicht verwechselt wird, entsteht wenn das Wasser durch natürliche oder mechanische Einwirkung aufgewirbelt wird. Solche Einwirkungen sind meistens starker Wind, die Schraube eines Schiffes, Wasserfälle oder das schnelle Strömen eines Flusses gegen ein Hindernis. Es handelt sich meistens aber auch um ein Zusammenspiel mehrerer der genannten Einwirkungen. Das Phänomen kann an felsigen Küsten, hinter einem Schiff oder bei einem starken Wellengang an der Spitze der Wellen beobachtet werden.

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Ursachen für Gicht

Bei Gicht handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei welcher sich im Blut übermäßig Harnsäure ansammelt. Es wird mehr Harnsäure produziert als ausgeschieden werden kann, was zunächst keine Beschwerden verursacht und somit unbemerkt bleibt. Doch mit dem Laufe der Zeit steigt der Harnsäurespiegel immer weiter an, bis es letztendlich zu einem Gichtschub kommt. Über 80 Prozent aller Betroffenen von Gicht sind Männer, bei welchen die Erkrankung in der Altersgruppe 40- bis 60- jährige auftritt. Wenn eine Frau überhaupt daran erkranken sollte, dann nach den Wechseljahren. Die Krankheit kommt vor allem in den Industrienationen vor, da dort die Ernährung weitaus Purinreicher ist als in Entwicklungsländern, d. h. bei uns wird zum Beispiel mehr Fleisch oder Alkohol verzehrt. Symptome sind Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken.

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Ernährung bei Gicht

Es handelt sich um eine Luxuskrankheit, die häufig Füße und Hände betrifft, welche früher vor allem bei den Reichen bekannt war, da diese häufig viel ungesundes zu sich nahmen. Auch Alkohol und wenig sportliche Betätigung waren ein Grund für die Erkrankung. So ist es auch heute noch eine Wohlstandkrankheit, welche in Entwicklungsländern fast gar nicht existiert. Grundsätzlich gilt, dass man sich bei Gicht gesund ernähren sollte. Alleine, um es vorzubeugen könnte man sich aus eigenem Antrieb heraus schon von Anfang an gesund ernähren. Bei Gicht sollte man vor allem Lebensmittel mit viel Purinen meiden. Dies sind dann meist tierische Produkte wie Fleisch, welche den Harnsäurenspiegel so ansteigen lassen. Ebenso sollte man den Genuss von Alkohol stoppen, da dieser das Ausscheiden der Harnsäure über die Nieren hemmt.

Tipps:

  • Es wird geraten beim Essen von Brot das Vollkornbrot zu wählen. Beim Essen von Nüssen lediglich Mandeln und Walnüsse, beim Essen von Fisch nur Scholle, Kabeljau und Seezunge. Bei der Verkostung von Fleisch sollte man nur zu wild greifen. Als Kohlenhydrate eignen sich bei der Gicht Grieß, Reis und Nudeln.
  • Einigen Lebensmitteln sagt man Hausmittel-ähnliche Eigenschaften nach und dass sie sogar gegen Gicht wirken können. Diese sind Karotten, Tomaten, Erdbeeren, Pflaumen, Zwiebeln, Sellerie und Cranberries, welche sich im Nachtisch oder im täglichen Speiseplan hervorragend einbauen lassen.
  • Des Weiteren sollten Gichtpatienten jeden Tag 2- 3 Liter Wasser oder eben Tee (Nieren- und Blasentee) trinken, denn dadurch wird die Harnsäure besser aus dem Körper gespült. Als Betroffener sollten Sie daher sehr auf die Ernährung achten, wodurch sich eine Besserung der Krankheit oder gar eine Verhinderung der Erkrankung herbeiführen lässt.