Was tun gegen Kater?

Es gibt viele Anlässe, bei denen Alkohol getrunken wird, ob Geburtstage, Silvester, Weihnachtsfeier oder andere Partys, ein Schlückchen Alkohol gehört für die meisten Menschen dazu. Doch bei einem Schlückchen wird es meist nicht bleiben, denn oft folgen viele weitere Drinks, was unangenehme  Auswirkungen mit sich bringen kann. Es geht schneller, als man denkt und schon wirft man einen zu tiefen Blick ins Glas, man hat am nächsten Morgen das böse Erwachen. Was bei Jugendlichen nahezu regelmäßig vorkommt, tritt auch im Alter noch auf. Ein Wundermittel gegen Kater gibt es nicht, das wäre auch zu schön. Wenn man vom Kater betroffen ist, dröhnt einem der Kopf, der Magen dreht sich und man hat möglicherweise einen guten Durst. Um den Kater zu lindern oder ihn gänzlich zu vermeiden, haben wir euch einige Methoden, Tipps und Tricks herausgesucht. In erster Linie sollte man ausschlafen, gerne sogar länger wie nötig. An verkaterten Tagen sollte man außerdem viel Wasser trinken und auch an die frische Luft gehen.

Wie entsteht der Kater überhaupt?

Klar ist, der Kater entsteht durch einen Übergenuss von Alkohol. Das Gleichgewicht zwischen den Mineralstoffen gerät durch den Alkohol völlig durcheinander, die Blutgefäße im Kopf weiten sich und es entsteht ein Zustand, der auch bei der Migräne auftritt. Der Alkohol gerät über den Verdauungstrakt ins Blut, von wo aus er sich im gesamten Körper verteilt und so auch das Gehirn beeinflusst, weshalb man sich betrunken fühlt. Der Alkohol blockiert das Hormon Vasopressin, dieses ist dazu da der Niere mitzuteilen, dass Wasser zurückgewonnen wird, bevor der Urin abfließt und so kommt es zu einer Entwässerung des Körpers. Das Blut wird dicker, was die Hirnhaut reizt, dies führt wiederum zu den Kopfschmerzen am nächsten Morgen. Die Katerbeschwerden werden aber auch von den im Alkohol enthaltenen, giftigen Abbauprodukten begünstigt.

Einen Kater vorbeugen und vermeiden:

  • Nicht viel trinken: Der wirkungsvollste, aber nicht immer der schönste Tipp einen Kater zu vermeiden, ist es bei einem Glas Bier oder Wein zu bleiben. Wer nämlich nur sehr geringe Mengen Alkohol konsumiert, der wird am nächsten Morgen auch keine Beschwerden haben. Man kann natürlich auch etwas mehr trinken, nur sollte man seine Grenze genau kennen und nicht über diese hinaus trinken. Denn wer dann doch wieder zu viel trinkt, der hat auch dann mit dem Kater zu rechnen.
  • Viel und fettig Essen: Die Regel “trink nicht auf einen leeren Magen” kann man sich zu Herzen nehmen, da der Alkohol viel schneller und stärker wirkt, wenn man auf einen leeren Magen trinkt. Deshalb ist es vor einer Party immer angebracht sündhaft viel und fettig zu essen. Durch die Fette steigt der Alkoholspiegel nicht so schnell an und der Alkohol wird langsamer ins Blut aufgenommen. Gönnt euch vor einer Party auf jeden Fall eine Extra Portion.
  • Viel Wasser trinken: Wie oben schon genannt entzieht der Alkohol dem Körper das Wasser, weshalb ein guter Tipp gegen Kater ist, während des Alkoholgenusses viel Wasser zu trinken. Trinkt am besten zu jedem alkoholischen Getränk das ihr verzerrt, ein Glas Wasser dazu. Es ist wichtig, da der Alkohol so auf ein größeres Verteilungsvolumen stößt. Zudem wird das Risiko gesenkt am nächsten Morgen verkatert aufzuwachen.
  • Nicht rauchen: Rauchen ist generell schädlich, doch bei Partys greift man gerne öfter zum Stängel und da
    man Alkohol trinkt, rauchen auch viele Menschen auf Feiern, die normalerweise nicht rauchen. Doch genau das ist nicht so klug – nicht weil man direkt süchtig wird, sondern da Nikotin den Alkoholspiegel im Blut vorübergehend senkt. Dadurch fühlt man sich weniger betrunken und man meint noch viele weitere Drinks vertragen zu können, was man dann am nächsten Morgen böse zu spüren bekommt.
  • Keine Begleitalkohole und nicht alles durcheinander trinken: Wenn man an einem Abend viel trinkt, nimmt man oft verschieden Dinge zu sich, mal ein Schluck davon und ein Schluck hiervon. Am nächsten Morgen wird es dann sehr unangenehm. Unser Tipp: Vorerst auf ein Getränk beschränken wie zum Beispiel Bier oder Sekt. Wenn es euch doch nun nach anderem gelüstet, empfehlen sich klare, alkoholische Getränke wie Wodka oder ähnliches um Begleit-Alkohole wie Methanol, die in Whisky, Rum oder Rotwein vorhanden sind, zu meiden. Diese lassen die Chancen auf einen Kater steigen, ebenso wie Getränke, in denen verschiedene Spirituosen gemischt sind.
  • Vor dem Schlafen Wasser trinken: Bevor ihr nach einer durchzechten Nacht mit erfolgreichem Alkoholkonsum ins Bett gehen wollt, trinkt ihr am besten eine ganze Flasche Wasser. So kann sich der Körper über Nacht etwas regenerieren und seine Defizite ausgleichen. Mit etwas Glück bleibt der Kater aus, doch wenn man zu viel getrunken hat, bleibt auch hier kaum eine Chance dem Kater zu entfliehen.

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Der Kampf gegen den Kater und Übelkeit am Morgen – Hausmittel

  • Das Katerfrühstück: Das Katerfrühstück ist ein ausschlaggebender Punkt am Tag danach. Wer nichts frühstückt und auch nicht viel bis garnichts trinkt, wird den Kater nur länger und unangenehmer erleben. Für das perfekte Katerfrühstück eignet sich besonders fett- und eiweißreiche Kost. Wichtig ist, dass man sehr viel Wasser trinkt, um den Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Was sich außerdem gut eignet, ist ein bayrisches Frühstück mit Weißwurst, Senf und Brezel, denn es ist deftig und liefert dem Körper gleichzeitig die richtigen Mineralien.
  • Konterbier: Finger weg vom Konterbier! Wer probiert so seinen Kater zu bekämpfen, der versagt. Ein Konterbier lindert den Kater zwar vorübergehend, jedoch verschiebt es den Kater meist lediglich nach hinten. So vergeht der Kater zwar für 2, höchstens 3 Stunden, doch dann ist er wieder da.
  • Sport kombiniert mit frischer Luft: Je nachdem wie schlecht man sich fühlt, kann man entweder alleine eine Runde locker joggen gehen oder sich mit den Leuten des Tages zuvor zum lockeren Kicken treffen. Man kann weiterhin einfach einen Spaziergang an der frischen Luft machen, dies regt die Regeneration des Körpers an und bringt den Kreislauf in Schwung. Danach kann man sich gerne wieder schlafen legen, denn im Schlaf spürt man den Kater nicht und man kann regenerieren.
  • Pfefferminzöl: Wem die genannten Hilfen immer noch nicht das Brummen aus dem Kopf vertrieben haben, der sollte zu Pfefferminzöl greifen. Einfach ein paar Tropfen davon auf die Stirn, in den Nacken und die Schläfe, dann mit dem Öl massieren. Es bringt Frische und einen klaren Kopf.
  • Fahne? (Mundgeruch): Wenn Zähne putzen und Mund spülen nicht ausreicht, weil man immer noch eine Fahne mit sich herum schleppt, dann kann man auf Petersilienblätter zurückgreifen. Einfach ein paar Petersilienblätter essen. Ausserdem hilft auch Mineralwasser mit einigen Tropfen Zitrone.

Ein richtiges Supermittel gegen Kater gibt es nicht. Aber es gibt richtige Mittel, die wichtig sind und in den meisten Fällen auch helfen. Am besten trinkt man viel Wasser und isst, jenachdem wie man sich fühlt viel. Besser geht man auch eine Runde spazieren und anschließend schlafen.

Wer kein Alkohol trinkt, der hat auch kein Risiko auf einen Kater !